Die Sorglosigkeit der Digital Na(t)ives

Die Sorglosigkeit der Digital Na(t)ives

14.09.2011 von Harald Röschlein

Digital Natives sind offenbar Gefahrensucher im Netz. Junge Menschen, die alle digitalen Kommunikationswege intensiv nutzen, gehen besonders häufig in die Fallen von Cybergangstern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie zur Onlinekriminalität....

In Deutschland entsteht laut der Studie ein direkter finanzieller Schaden in Höhe von insgesamt 16,4 Milliarden Euro. Durchschnittlich zehn Tage benötigt ein Kriminialitätsopfer, um den entstandenen Schaden zu regeln. Rechnet man die Kosten für den Zeitaufwand mit, erhöht sich der Schaden innerhalb eines Jahres auf 24,3 Milliarden Euro. 76 Prozent der befragten deutschen Erwachsenen gaben an, einmal in ihrem Leben Opfer von Cybercrime geworden zu sein. Jeden Zweiten hatte es sogar innerhalb der vergangenen zwölf Monate erwischt. Zu den Cyberverbrechen zählt Symantec Schadsoftware (Viren, Trojaner), Onlinebetrügerei (Phishing, Verkauf nicht existierender Waren), Diebstahl von persönlichen Informationen und Kredit- und Bankdaten, aber auch Belästigungen in sozialen Netzwerken (Cyberbullying, Stalking).

......


Am Ende muss es wie immer die Mischung aus Technik und gesundem Menschenverstand richten. Es sollte irgendwann selbstverständlich sein, immer Updates fürs Betriebssystem und Software zu installieren, nie ohne aktuellen Virenscanner und Firewall ins Netz zu gehen in Mails und bei Facebook nicht jeden beliebigen Link anzuklicken. Schließlich schnallen wir uns im Auto ja auch an. Und wir müssen lernen und lehren, was wir im Netz von uns preisgeben können und was besser nicht. Generationen von Kindern sind ja auch erfolgreich vor Mitschnackern gewarnt worden. Wir alle, nicht nur die Digital Natives, müssen aufhören, Digital Naives zu sein.

 

Quelle: http://www.stern.de/.../studie...die-sorglosigkeit-der-digital-natives-1727480.html

 


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